Eine neue Studie zeigt: Jeder fünfte Studierende bricht das Studium ab. Die hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN, Nicole Gohlke über die Ursachen.
Nach den Protesten der Studierenden im Winter hat nun das Hochschul-Informations-Systems (HIS), Zahlen zu den Problemen beim Bachelor-Studium gesammelt. »Ein Fünftel der Studienabbrecher geben finanzielle Gründe an,
31 Prozent fühlen sich überfordert. Das sind alarmierende Zahlen«,
kommentiert Nicole Gohlke die neue HIS-Studie zu den Ursachen von
Studienabbrüchen. Die Ergebnisse der Studie belegen, wie verkorkst die
neuen Bachelorstudiengänge sind. Die Zahl an Abbrüchen aufgrund der
gestiegenen Anforderungen und Belastungen ist hier deutlich höher als
in den herkömmlichen Studiengängen.
Die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE meint dazu:
»Mit den gestiegenen Belastungen
geht einher, dass die Studierenden weniger Möglichkeiten haben, während
des Studiums zu arbeiten, um sich finanzieren zu können.
Studiengebühren verschärfen diese Situation noch weiter. Wir brauchen dringend eine Reform der Bologna-Reformen. Die Politik
darf die Hochschulen nicht mit den Problemen alleine lassen, sondern
muss für ausreichende Finanzierung, einheitliche Regeln und
vergleichbare Zustände sorgen. Das System der Akkreditierung der
Studiengänge durch private Agenturen gehört schnellstens abgeschafft,
damit politische und demokratische Kontrolle hergestellt werden kann. Die schlechten Befunde über die Umsetzung der Bologna-Reformen und über
das deutsche Bildungssystem nehmen kein Ende. Die Politik ist
offensichtlich aber nicht in der Lage, darauf zu reagieren. Daher
brodelt es weiter an den Universitäten und in den Schulen. DIE LINKE
steht fest an der Seite all derer, die sich gegen diese Zustände
wehren.«
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