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07.01.10: Interview |
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»Gegenöffentlichkeit stärken« |
Christoph Nitz im Gespräch mit marx21 über die 7. Linke Medienakademie, die im März in Berlin stattfindet.
 12.-14. März in Berlin: 6. Akademie für linke Medienmacher/innen. Info: www.linke-medienakademie.de marx21: Du gehörst zu den Organisatoren der
Medienakademie (LiMA). Warum findet die Akademie statt?
Christoph Nitz: Die Linke Medienakademie wird seit 2002
durchgeführt und bislang kamen in jedem Jahr begeisterte Besucher
der vorangegangenen Akademien sowie neue Interessierte. Wir erweitern
das Programm stetig im Dialog mit den Teilnehmern, so bleibt die LiMA
am „Puls der Zeit". In diesem Jahr haben wir sehr viele Vorträge,
Workshops und Ausstellungen, die von Teilnehmern selbst organisiert
werden. Doch zu den Gründen, warum es die LiMA gibt. Es gibt einen
Qualifizierungsbedarf in der linken und alternativen Szene, was den
Umgang mit Medien sowie die eigene Gestaltung von Print- und
Online-Angeboten angeht. In einer von neoliberalen Großkonzernen
dominierten Republik gilt es das Potenzial von Gegenöffentlichkeit
zu stärken. Wichtig ist es den Teilnehmern, dass sie unter
Gleichgesinnten lernen und Erfahrungen austauschen können. Linke
Medienarbeit kann nicht einfach mit einem Kurs an der nahegelegenen
Volkshochschule erlernt werden. Mit Debatte, Networkung und
Weiterbildung bieten wir einen Dreiklang für die viertägigen
Akademien, der in dieser Form nirgendwo anders offeriert wird.
 Christoph Nitz ist Kommunikations-wissenschaftler und arbeitet seit 1998 als Redakteur bei der Tageszeitung Neues Deutschland. Seit 2006 gehört er dem Betriebsrat an. Er ist Sprecher der Bundesarbeitsgemein-schaft Rote Reporter/innen sowie Mitinitiator der LiMA. (Foto: Roland Hägele/rore) Was erwartet die Besucher der LiMA?
Am Donnerstag, 11. März können die
Besucher sich zwischen drei Konferenzen entscheiden. LiMAcampus ist
ein Angebot an alle Medienmacher unter 35 Jahren. Einen Tag lang gibt
es Workshops, Diskussionen und Exkursionen - zugeschnitten für
Aktive an Schulen und Hochschulen. Abends kann dann mit Party &
Activism angetanzt werden. LiMAunion camp richtet sich an Menschen
aus Gewerkschaften und Macher von Betriebszeitungen. Im Zeitalter des
globalen Wettbewerbs ist es extrem wichtig, auf die Interessen der
Arbeitnehmer einzugehen und diese nach innen und außen zu vertreten.
Nicht nur der kürzlich erfolgreich durchgeführte Streik der
Gebäudereiniger zeigt, dass es auch hier immer stärker auf die
Öffentlichkeitsarbeit ankommt.
Die Reihe LiMAdigital bietet Themen
rund um Journalismus 2.0. Die Nutzerzahlen sozialer Netzwerke sind in
den letzten Jahren rasant gestiegen. Wer kennt sie nicht: Facebook,
StudiVZ, etc... . Auch linke und alternative Medienmacher sollten
diese neuen Kanäle nutzen. LiMAdigital wird in Zusammenarbeit mit
freitag.de und bewegung.taz.de durchgeführt. Wir haben das Format
Barcamp genannt, weil alle Teilnehmer Themen vorschlagen können und
am 11. März dann vor Ort jeder entscheiden kann, welche Angebote er
wahrnehmen möchte. Zu diesen thematischen Konferenzen gibt es sehr
günstige Tickets mit der Möglichkeit, an der folgenden
LiMA-Akademie teilzunehmen - ebenfalls zu einem Vorzugspreis. Am
folgenden Freitag, 12. März startet dann der große Kongress - die
LiMA 7. Akademie für Journalismus, Bürgermedien,
Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz, als Plattform für
ehrenamtliche und hauptberufliche Akteure. Die Teilnehmer erwartet
ein bunter Mix aus Diskussionen, Lesungen, Fachvorträgen und
Workshops. Vom Onlinejournalismus über Schreibwerkstätten bis hin
zur Öffentlichkeitsarbeit bieten die über 100 DozentInnen und
ReferentInnen Veranstaltungen für alle Mediengattungen und
individuellen Vorkenntnisse der Teilnehmer an. Ob Starter,
Fortgeschrittener oder Experte - jeder kann sich einbringen und die
Inhalte aktiv mitgestalten.
Welche Referentinnen und Referenten
werden kommen?
Neben dem Schirmherrn Dr. Gregor Gysi
haben weiterhin folgende Referenten zugesagt: Gerhard Seyfried &
Ziska, Prof. Dr. Thomas Leif (SWR, Vorsitzender Netzwerk Recherche),
Prof. Dr. Wolfgang Wippermann, Ulrich Stoll (ZDF), Harald Schumann
(Tagesspiegel), Jakob Augstein (Freitag), Ines Pohl (taz), Tina Groll
(ZEIT online), Dr. Gabriele Hooffacker (Journalistenakademie
München), Peter Linden, Norbert Küpper (European Newspaper Award),
Juri Hälker (Uni Duisburg), Dr. Michael Meissner (FU Berlin), Sahra
Wagenknecht, Dr. Diether Dehm und viele andere.
Was kann man tun, um die Akademie zu
unterstützen?
Man kann für die LiMA werben, indem
man auf unsere Seite www.linke-medienakademie.de verlinkt. Man kann
bis 17. Januar noch konkrete Ideen für das Programm einbringen und
man kann zum günstigen Frühbucherpreis sich ein Ticket sichern.
(Das Gespräch führte Yaak Pabst)
Zur Person:
Christoph Nitz ist Kommunikationswissenschaftler und arbeitet seit 1998
als Redakteur bei der Tageszeitung Neues Deutschland. Seit 2006 gehört
er dem Betriebsrat an. Er ist Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft
Rote Reporter/innen sowie Mitinitiator der LiMA.
Mehr im Internet:
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