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18.12.09: Palästina | Drucken |
»Die Mauer muss weg«
Anlässlich des ersten Jahrestages des Gaza-Krieges, werden Aktivisten aus 42 Ländern versuchen in den Gaza Streifen zu gelangen. marx21 über den »Gaza Freedom March« und eine Mobilisierungsaktion in Pösneck.

Mit einem Transparent mit der Aufschrift »Die Mauer muss weg! Deutschland 1989 - Palästina 2009« in Deutsch und Arabisch, hofften die Aktivisten, Menschen für den Marsch sensibilisieren zu können. (Foto: Marco Görlach)
Mit einem Transparent mit der Aufschrift »Die Mauer muss weg! Deutschland 1989 - Palästina 2009« in Deutsch und Arabisch, hofften die Aktivisten, Menschen für den Marsch sensibilisieren zu können. (Foto: Marco Görlach)
Eine Mauer aus Pappkartons in der Fußgängerzone Pößnecks am 17.12., symbolisierte sowohl die Apartheitsmauer in der Westbank, als auch die Blockade gegen den Gazastreifen. Jeder »Baustein« war mit einem Blatt beklebt, auf dem jeweils ein Fakt zur Situation in Nahost stand. Parallel wurden Flugblätter mit Informationen zur Situation im Gazastreifen, sowie zum »Gaza Freedom March« verteilt. Am Ende wurde die Mauer eingerissen. Mit einem Transparent mit der Aufschrift »Die Mauer muss weg! Deutschland 1989 - Palästina 2009« in Deutsch und Arabisch, hofften die Aktivisten, hier in Ostdeutschland ein paar Leute für den Marsch sensibilisieren zu können.

DerHintergrund: Am 27.12.2008 begann ein 22-tägiger Militärschlag gegen den Gazastreifen. Die Bilanz des Krieges: mehr als 1.400 Tote, circa 5.500 Verletzte und Sachschäden in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar. Auch knapp ein Jahr danach bleibt die Situation der 1,4 Millionen Menschen im Gazastreifen angespannt. Zwar konnten einige Hilfsgüter die Blockade die seit 2007 zusammen mit ständigen Bombardements eine humanitäre Katastrophe auslöste, durchdringen. Doch fehlt es nach wie vor an Lebensmitteln, Medikamenten und Baumaterial. Besonders dramatisch ist die Versorgung mit Trinkwasser. Ständige Stromausfälle und Treibstoffmangel erschweren die Lage zusätzlich. Die Menschen sind genötigt, dringend benötigte Güter durch die mehr als 1000 Tunnel nach Gaza zu schmuggeln, in denen ebenfalls regelmäßig Menschen bei Raketenangriffen und Einstürzen sterben. Inzwischen fordert auch die UNO die Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen, um den Eingeschlossenen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Anlässlich des ersten Jahrestages des Kriegsbeginnes, werden rund 1000 Aktivisten aus 42 Ländern in Kairo zusammenkommen und versuchen in den Gaza Streifen zu gelangen. Am 31.12. schließlich, möchte dieses breite Bündnis aus NGO´s, politischen Organisationen und Einzelpersonen, den nach dem Vorbild des gewaltfreien Freiheitsmarsches Mahatma Gandhis, organisierten »Gaza Freedom March«, den Gaza Freiheitsmarsch, von Gaza Stadt nach Erez unterstützen. Mehrere zehntausend Demonstranten werden erwartet. Auch auf israelischer Seite in Erez, sowie in Ramallah sind zeitgleich Kundgebungen geplant. Ziel ist es, die völkerrechtswidrige Blockade zu beenden.

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