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Liebe Leserin, lieber Leser,
hast du schon mal von der "roten Erika" gehört? Wir auch nicht, bis wir ein Interview mit Timothy Garton Ash in der "Berliner Zeitung" gelesen haben.
 (Foto: Alexandre Moreau / flickr.com) Der Politikwissenschaftler erklärte dort: "Ich vermute, das Jahr 2009 wird das Jahr der 'roten Erika'. Das ist eine Studentenführerin, die eine stark radikale anti-kapitalistische Ideologie vertritt und den Protest organisieren und auf die Straße tragen wird. Sie ist 22 Jahre alt, hat Hochschulbildung, aber keinen Job. Sie möchte eine radikale Lösung, sie möchte eine Utopie verwirklichen, die es seit 1989 aber nicht mehr gibt. Es ist für sie keine Lösung innerhalb des Systems vorstellbar. Wenn also jetzt die Linkspartei in Deutschland sagt, wir sind wahnsinnig betroffen vom Leiden der 'roten Erika' und wir schlagen deswegen hier eine kleine Steuererhöhung und da ein kleines nationales Arbeitsbeschaffungsprogramm vor, wird das die 'rote Erika' nicht befriedigen. Das wird sie nicht überzeugen."
Wir sehen das ganz ähnlich: Es ist Zeit für Antikapitalismus. Zu der Diskussion, was das heute bedeutet, möchten wir mit diesem Heft einen Beitrag leisten.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht die marx21-Redaktion!
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