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11. Juni: Afghanistan-Kongress |
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>> Fotos vom Kongress (Miniaturbilder vergrößern durch Anklicken)
Hans Krause berichtet über den "Internationalen Afghanistan-Kongress" der Friedensbewegung in Hannover.
Über
400 Teilnehmer sind am 7. und 8. Juni zum Kongress der
Friedensbewegung "Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus
Afghanistan!" nach Hannover gekommen. Darunter waren auch Gewerkschafter,
linke Jugendliche und Mitglieder der LINKEN. Der Kongress sollte
dazu beitragen, die Kampagne für den Abzug der Bundeswehr aus
Afghanistan zu verbreitern und inhaltlich zu verbessern. Alle Redner,
darunter einige Afghanen, forderten den sofortigen Abzug aller
Besatzungstruppen.
Gewerkschaften und LINKE mit dabei
Wichtig war auch, dass einige Vertreter der
Gewerkschaften gesprochen haben, darunter Horst Schmitthenner, früherer
Vorstand der IG Metall, und Vera Morgenstern, Leiterin des Bereichs
Frauen- und Gleichstellungspolitik bei ver.di. Sie berichtete vom
ver.di-Bundeskongress, der sich für den Abzug der Bundeswehr aus
Afghanistan ausgesprochen hatte. Diesen Beschluss können Gewerkschafter
nutzen, um in den Betrieben und Gewerkschaftsgliederungen über den
Krieg in Afghanistan zu sprechen.
Die LINKE war auf dem Kongress mit
vielen Mitgliedern, mehreren Abgeordneten und ihrer neuer Broschüre für
den Abzug der Bundeswehr sichtbar. Die Teilnehmer nahmen 3000 Stück für
die politische Arbeit vor Ort mit. Mehrere Mitglieder sprachen darüber,
in der Partei für Aktivitäten und Veranstaltungen gegen den Krieg zu
werben und lokale Bündnisse zur Mobilisierung aufzubauen.
Internationales Netzwerk gegründet
Vertreter
aus zehn Ländern wiesen bei den Diskussionen um die Herausforderungen
für die Friedensbewegung auf ein internationales Problem hin: Fast
überall sind die meisten Menschen gegen den Krieg in Afghanistan. Doch
die Demonstrationen sind relativ klein.
Auch deswegen wurde auf dem
Kongress ein internationales Netzwerk gegründet, um eine Koordination
der Friedensbewegungen zu ermöglichen.
Die nächsten Proteste
In Deutschland können
Kriegsgegner jetzt Unterschriften für eine Petition an den Bundestag
für den Abzug der Truppen aus Afghanistan sammeln. Außerdem finden am
20. September zwei große Demonstrationen in Berlin und Stuttgart gegen die Verlängerung des
Bundeswehr-Mandates statt.
Einen Protest, der
mit der Blockade des G8-Gipfels letztes Jahr vergleichbar ist, plant
die internationale Friedensbewegung im April 2009 in Straßburg. Dort
wird die NATO ihren sechzigsten Geburtstag feiern und Kriegsgegner aus
ganz Europa wollen sie gebührend empfangen.
Über den Autor:
Hans Krause ist Mitglied von SDS.DIE LINKE an der Humboldt-Universität in Berlin
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