Impressum  |  Kontakt 
 Home  Magazin  Medien  marx21-Netzwerk 
 
Schwerpunkt: Die arabische Revolution
Afghanistan - Kampagne gegen Krieg
DIE LINKE im Internet
marx21 kooperiert mit:
www.linksnet.de

 
   


 
Kommentar | Drucken |
"Sozialismus von oben gibt es nicht"
Von Luigi Wolf und Lev Lhommeau

Die Erfahrung der Mitterand-Zeit zeigt, dass jedes radikale Reformprogramm in Zeiten scharfer wirtschaftlicher Konkurrenz gesellschaftliche Kämpfe bis hin zur Machtfrage zuspitzen wird. Das Kapital wird im Konflikt alles ihr zur Verfügung stehende in Bewegung setzen, um eine linke Regierung zu stürzen.

Die französischen Sozialisten entschieden sich gegen das Ausfechten dieser Konfrontation.

Die Alternative Ausstieg aus dem Währungssystem, Fortführung der keynesianischen Programme, Radikalisierung der Reformen bis hin zur Ersetzung der ökonomischen Verfügungsgewalt des Kapitals durch alternative demokratische Organe, war zwar bei den Sozialisten programmatisch angedacht, ist aber niemals ausprobiert worden.

Entscheidend ist, dass die Parti Socialiste (PS) dafür aber auch schlecht aufgestellt war. Sie eroberte äußerst erfolgreich die Regierung mit dem mit viel Macht ausgerüstetem Präsidenten Mitterand und der absoluten Mehrheit im Parlament. Ihre Fixierung auf die parlamentarische Arbeit bedeutete aber, dass sie dort, wo das Kapital sie herausforderte in der Öffentlichkeit und in den Betrieben schwach aufgestellt war. Ihre Arbeiterbasis war unterentwickelt. Ihre Verankerung in den Gewerkschaften war schlecht. Sie hatte niemals eine Strategie entwickelt, ihre wachsende Wahlunterstützung auch in Veränderungen im gesellschaftlichen Kräfteverhältnis also in der Unterstützung von Streiks, Entwicklung einer Bewegung zur Demokratisierung der ökonomischen Macht, etc. umzusetzen.

In der Regierung von den sozialen Bewegungen isoliert wurde die PS "verstaatlicht" und musste nun über den Wettbewerbsstaat Frankreich wachen in Konkurrenz zu Reagans USA, Thatchers Großbritannien und Kohls Deutschland. Wer also heute wieder von radikalen Reformen träumt, und diese auch durchsetzen will, sollte nicht versäumen, sich der Herausforderung zu stellen dem politischen Aufschwung der LINKEN in einen Aufschwung gesellschaftlicher Kämpfe von der Hochschule bis zum Betrieb zu übersetzen.

Mehr auf marx21.de:
 
 
 
AKTUELLES HEFT
marx21, Heft 24, Februar / März 2012: Titelthema: Die Eurokrise und die Linke

marx21-Magazin abonnieren


Jetzt spenden für marx21
VOR ORT

marx21-Veranstaltungen

marx21-campus
SOCIAL MEDIA

RSS-Feed

marx21-Twitter

marx21 bei Facebook

FOTOS: marx21 bei Flickr

VIDEOS: marx21 bei YouTube

VIDEOS: marx21 bei Vimeo

NEWSLETTER

Um den marx21-Online-Newsletter zu erhalten, trage deine E-Mail-Adrese hier ein. Du erhälst dann eine Mail von uns mit einem Bestätigungslink...




TERMINE

17.- bis 20. Mai 2012:
»MARX IS MUSS«-Kongress in Berlin (Infos folgen noch)

Weitere Termine ...