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03.06.10: Free-Gaza-Proteste |
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»Menschen wollten helfen und wurden dafür umgebracht« |
Für marx21 berichtet Mark D. Bergfeld
aus Köln über den dortigen Protest gegen den israelischen Angriff
auf die Gaza-Hilfsschiffe.
 Free-Gaza-Protest in Köln: Gewerkschafter, Linke, Schüler, palästinensische und türkische Gemeinde gingen am 1. Juni gemeinsam auf die Straße (Foto: Mark D. Bergfeld) Am Dienstag
versammelten sich Gewerkschafter, linke Aktivisten und Mitglieder der
türkischen sowie palästinensischen Gemeinde im Schatten des Kölner
Doms, um ihre Solidarität mit den Palästinensern zu
zeigen. Sie forderten, dass die Blockade des Gaza-Streifens ein
schnelles Ende nimmt und Israel sich aus den besetzten Gebieten
zurück zieht (siehe auch: Fotos vom Protest).
Die Kundgebung
bestätigte, dass die Empörung über den israelischen Angriff auf
die Gaza-Hilfsschiffe groß ist, denn es stießen immer mehr Menschen
zur Kungebung hinzu - bis sich schließlich mehr als 700 den
Sprechchören »Beendet die Blockade, reißt die Mauer ein, Palästina
muss frei sein!« anschlossen. Viele Teilnehmer waren Schüler und
Azubis mit selbst-gemachten Plakaten, T-Shirts und Banner.
Marwa, eine
Schülerin, die mit ihrer Mutter gekommen war, sagte: »Menschen wollten anderen Menschen
helfen, und wurden dafür umgebracht. Darüber muss gesprochen
werden.«
Manuel Lindlar,
Auszubildender und Vorstandsmitglied der LINKEN in Leverkusen, fügte
hinzu: »Bis Montagabend war kaum etwas in den Nachrichten - außer,
dass wir den Eurovision Song Contest gewonnen hatten. Man musste
schon Al-Jazeera oder BBC verfolgen, um etwas zu erfahren. Deswegen
müssen wir unseren Protest an die Öffentlichkeit tragen.«
Nachdem die Polizei
zugestimmt hatte, bewegte sich der Demonstrationszug vom Dom zum
Friesenplatz. Dort fand eine Abschlusskundgebung mit offenem Mikrofon
statt, dass jeder, der etwas sagen wollte, benutzen konnte. Mohamed,
ein Schüler, forderte: »Angela Merkel soll die Augen öffnen und
für Gerechtigkeit sorgen.«
Ford-Arbeiterin
Elisa hatte sich dem Protest spontan angeschlossen: »Diese Aktion
zeigt, dass ein Bedürfnis besteht auf die Straße zu gehen. Vor
allem fand ich die Jugendlichen und Kinder gut. Wir haben endlich
über Nationalität und Religion hinweg versucht,
unseren Teil für ein freies Palästina beizusteuern.«
Mehr im Internet:
- Fotos vom Protest in Köln
- Free Gaza: marx21-Schwerpunkt mit aktuellen Aktionsterminen
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