3000 protestieren in Stuttgart gegen die Folgen der Krise
Mehrere tausend Gewerkschafter, Linke und andere haben am Samstag in Stuttgart gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Arbeitslose, Arme, Lohnabhängige, Schüler und Studierende protestiert. marx21 dokumentiert einen Bericht von Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg:
Im Bild: Krisenprotest am Samstag in Stuttgart. Am selben Tag gingen in Essen 5000 auf die Straße unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« (Foto: Daniel Behrens)
An die 3.000 Menschen fanden letzten
Samstag den Weg in die Kronprinzstraße nach Stuttgart, um ihrem
Unmut über die Folgen der Krise Luft zu verschaffen.
Unter dem Motto »Nicht auf unserem Rücken« gab es neben Beiträgen der
DGB-Gewerkschaften einen Appell des Betriebsratsvorsitzenden von
Getrag in Ludwigsburg. Dort soll das Stammwerk des Unternehmens
geschlossen werden, obwohl man Millionenbeträge von staatlicher
Seite zur Rettung der Arbeitsplätze erhalten hatte. Insgesamt sind
600 Stellen gefährdet.
Zudem wurde eine riesige Postkarte mit
den wichtigsten Forderungen an die Landesregierung übergeben. Man
fordert unter anderem Ausbildungsplätze für alle und unbefristete
Übernahmen, einen gesetzlichen Mindestlohn, von dem man leben kann,
die Abschaffung von Studiengebühren, eine bessere Finanzausstattung
der Kommunen sowie den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs.
Neben den Wortbeiträgen gab es auch
sozialistischen Rap von dem Hamburger Holger Burner (siehe Video).